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Open Source vs. Closed Source Modelle

Open Source Modelle stellen Gewichte und Code öffentlich bereit, während Closed Source Modelle nur über APIs zugänglich sind. Die Wahl beeinflusst Kosten, Datenschutz, Anpassbarkeit und Kontrolle erheblich.

CodingAnfängeropen-sourceclosed-sourcellm-deployment

Open Source vs. Closed Source Modelle

Bei der Auswahl eines KI-Modells für dein Projekt triffst du früh auf eine grundlegende Entscheidung: Nutzt du ein Open Source Modell (z. B. Llama 3, Mistral, Falcon) oder ein Closed Source Modell (z. B. GPT-4, Claude, Gemini)?

Was bedeutet Open Source bei LLMs?

Bei Open Source Modellen sind die Modellgewichte (und oft auch der Trainingscode) öffentlich verfügbar. Du kannst das Modell herunterladen, lokal betreiben und nach Belieben anpassen.

# Beispiel: Llama 3 lokal mit Ollama starten
ollama pull llama3
ollama run llama3 "Erkläre mir Transformers in einem Satz."
# Hugging Face Transformers – Open Source Modell laden
from transformers import pipeline

generator = pipeline("text-generation", model="mistralai/Mistral-7B-Instruct-v0.2")
result = generator("Was ist ein Token?", max_new_tokens=100)
print(result[0]["generated_text"])

Was bedeutet Closed Source?

Bei Closed Source Modellen hast du keinen Zugriff auf die Gewichte. Du nutzt das Modell ausschließlich über eine API des Anbieters. Der interne Aufbau bleibt ein Betriebsgeheimnis.

# Beispiel: OpenAI API (Closed Source)
from openai import OpenAI

client = OpenAI(api_key="sk-...")
response = client.chat.completions.create(
    model="gpt-4o",
    messages=[{"role": "user", "content": "Was ist ein Token?"}]
)
print(response.choices[0].message.content)

Vergleich auf einen Blick

KriteriumOpen SourceClosed Source
KostenInfrastrukturkosten (GPU)Pay-per-Token
DatenschutzVolle Kontrolle, on-premise möglichDaten gehen zum Anbieter
AnpassbarkeitFine-Tuning, LoRA, QuantisierungNur Prompt Engineering
PerformanceVariiert stark je ModellOft SOTA bei großen Modellen
EinstiegshürdeHöher (Infrastruktur nötig)Sehr niedrig (API-Key reicht)
Vendor Lock-inKein Lock-inAbhängigkeit vom Anbieter

Wann was wählen?

Open Source bevorzugen, wenn:

  • Sensible Daten verarbeitet werden (DSGVO, Compliance)
  • Du das Modell spezialisiert anpassen willst (Fine-Tuning)
  • Langfristig hohe Anfragevolumen erwartet werden
  • Offline- oder Edge-Deployment nötig ist

Closed Source bevorzugen, wenn:

  • Schneller Prototyp gefragt ist
  • State-of-the-Art Performance ohne Infrastrukturaufwand benötigt wird
  • Multimodale Fähigkeiten (Bild, Audio) sofort verfügbar sein sollen
  • Kein ML-Ops-Team vorhanden ist

Praxis-Tipp

Viele Teams starten mit einem Closed Source Modell für den Proof of Concept und migrieren später auf Open Source, sobald Anforderungen klarer sind. Abstraktion über eine einheitliche Schnittstelle (z. B. LiteLLM oder LangChain) erleichtert diesen Wechsel erheblich.

# LiteLLM: gleicher Code, austauschbares Modell
import litellm

response = litellm.completion(
    model="ollama/llama3",  # einfach zu "gpt-4o" wechseln
    messages=[{"role": "user", "content": "Hallo Welt!"}]
)

Inhouse statt Nachschlagewerk

Für den Transfer ins Unternehmen sind die Inhouse-Schulungen der passende nächste Schritt.